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Trauercafé soll aus dem Tief heraushelfen

Trauernde werden gerade in der Vorweihnachtszeit von dem Gefühl des Verlassenseins überwältigt. Unterstützung, aus dem seelischen Tief herauszukommen, bietet die ambulante Hospizhilfe mit dem neuen Trauercafé, das ab Sonntag, 5. Dezember, einmal. im, Monat Raum zum Reden, zum Trauern, und zum Trösten bieten möchte.
Eröffnung am 5. Dezember geplant Der Termin ist mit Bedacht gewählt. Denn geradein der Adventszeit werden Trauernde vom Gefühl des Verlassenseins überwältigt. Die ambulante Hospizhilfe der Stiftung Diakoniestation will mit der Gründung eines regelmäßigen "Trauercafés" in Kreuztal Menschen helfen, aus ihrem. seelischen Tief herauskommen. Schwester Gabriele Brede und Pastorin Ursula Groß sowie fünf ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden ab Sonntag, 5. Dezember (15.00 Uhr) in einem Raum der Kreuzkirche trauernden Angehörigen zur Verfügung stehen. Sie wollen den Betroffenen Rat geben und Hilfe leisten bei der Bewältigung ihres Schmerzes. Gabriele Brede und Ursula Groß kennen durch ihre gemeinsame Arbeit in Trauergruppen die Situation von Menschen, die allein zurückbleiben und nicht wissen, an wen sie sich in den "trostlosen" Tagen mit ihrer Trauer wenden sollen. Gabriele Brede als Koordinatorin der ambulanten Hospizhilfe sieht ihre Aufgabe einerseits darin, Sterbende auf dem letzten Stück ihres Weges zu begleiten, andererseits aber. auch den Familien und Freunden beizustehen: "Trauernde brauchen eine Hand, die sie hält, jemanden, der sie in den Arm nimmt, und Menschen, die für sie da sind und zuhören." Bei ihrer alltäglichen Arbeit hat Schwester Gabriele erfahren, dass die Fähigkeit zum Trauern bei vielen Menschen abhanden gekommen ist. "Man traut sich nicht mehr zu zeigen, dass man traurig ist." Und längst nicht jede Familie. könne einen Trauernden in seinem Kummer auffangen: " Viele wollen oder können es nach zwei oder drei Wochen nicht mehr hören." Familien sind oft überfordert Dafür soll das Trauercafé Raum und Zeit bieten. Eigens dazu wird ein Raum hergerichtet, dessen Gestaltung die ambulante Hospizhilfe über Spenden finanziert hat. An Einzeltischen können die Besucher des Cafés mit anderen Trauernden sowie den Mitarbeitern über ihre Gefühle reden. Das Trauercafe' soll einmal im Monat geöffnet sein. Weitere Informationen: 02732/1026 Quelle: WR vom 09.10.2004

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